
Der Friedenspreis Dresden wird seit 2010 – von 2010 bis 2023 unter dem Namen »Dresden Preis International Peace Prize« – an Persönlichkeiten vergeben, dies sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Gefördert wird der Friedenspreis Dresden von der Klaus Tschira Stiftung. Erster Preisträger war 2010 Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow. Bis 2023 wurde der Preis vom Friends of Dresden Deutschland e. V. vergeben, seit 2024 organisiert die Initiative Friedenspreis Dresden die Preisverleihung.
Am 12. April 2026 wurde in der Semperoper Dresden der Friedenspreis Dresden – International Peace Prize 2026 verliehen. Die Festveranstaltung verband künstlerische Beiträge aus Jazz, Tanz und Rap mit politischen Grußworten und Reden. Nach der Begrüßung durch Intendantin Nora Schmid und Moderator Peter Ufer würdigten unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch die Bedeutung des Preises für Frieden und Verständigung.
Den diesjährigen Preis erhielt die polnische Frauenrechtlerin Klementyna Suchanow. In seiner Laudatio hob der frühere luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ihr Engagement für Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit hervor. Suchanow wurde insbesondere für ihre Rolle bei den Protesten gegen die Einschränkung von Frauenrechten in Polen geehrt, bei denen sie Hunderttausende Menschen mobilisierte.
In ihrer Dankesrede warnte die Preisträgerin vor schleichenden autoritären Entwicklungen und betonte die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements für den Erhalt demokratischer Werte.
Klaus Tschira Stiftung | Kuratorium Friedenspreis Dresden | Semperoper Dresden | Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Dresden | Thomas und Alexander von Ardenne | Dominik Wania | Katja Erfurth | Florian Mayer | Juse Ju | Ralf Mosmann | Ministerpräsident Michael Kretschmer | Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin der Stadt Dresden | Jean Asselborn, Luxemburgs Außenminister a.D. und alle nicht genannten und Gäste, die diesen Tag zu einem besonderen Ereignis gemacht haben.
Das sagte 2010 der erste Preisträger des Friedenspreises Dresden Michail Gorbatschow.
Mut ist der Anfang des Friedens. Nicht schweigen. Nicht zusehen. Nicht ignorieren. Was jetzt passiert, ist lebensgefährlich. Krieg breitet sich aus, nicht nur in der Ukraine, nicht nur im Nahen Osten, nein, auch im Jemen, im Sudan und in Äthiopien … Er darf sich nicht in unseren Gedanken, in unseren Herzen ausbreiten. Krieg ist der Anfang des Todes. Nicht fair. Nicht gerecht. Nicht menschlich. Was machtbesessene Menschen anrichten, ist lebensmüde. Ein Krieg für Herrschaft, für Rohstoffe, für Ideologie, für Eitelkeit. Schluss damit! Krieg ist feige! Erst werden die Menschenrechte zerstört und danach die Menschen. Frieden braucht Mut! Mut ist das Ende des Krieges. Die Initiative Friedenspreis Dresden fordert alle auf, sich für Frieden einzusetzen. Jeder und jede, wo und wie er und sie kann. Keine Zurückhaltung. Kein Zweifeln. Mut ist der Anfang des Friedens. Deshalb zeichnet der Friedenspreis mutige Menschen aus, jene, die sich für Menschenrechte, für die Lösung von Konflikten, für ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Von Dresden geht am 12. April die Botschaft des Friedens aus. Jetzt mutig sein! Jetzt dabei sein! Jetzt Frieden schaffen!
Wir möchten mit der Dresdner Bürgerschaft gemeinsam einen Friedensbaum pflanzen. Dazu sind wir bereits im Gespräch mit den Verantwortlichen in der Landeshauptstadt Dresden. Um das Projekt realisieren zu können, bitten wir um Spenden. Als SpenderIn haben Sie die Möglichkeit, dass Ihr Name als SpenderIn auf einem Schild am Friedensbaum sichtbar wird.
Spendenkonto:
Friedenspreis Dresden – International Peace Prize gUG (mit beschränkter Haftung)
Volksbank Dresden-Bautzen
IBAN DE67 8509 0000 4125 3710 06
Verwendungszweck: Friedensbaum
20.01.2026 – Pressekonferenz Friedenspreis Dresden 2026
Im Welttheater gehen Machthunger und Krisen, Ungewissheit und Fundamentalismus um. Nichts ist mehr selbstverständlich, schon gar nicht Einigkeit. Dennoch geht 2026 erneut die Botschaft des Friedens von Dresden aus: mit der Verleihung des Friedenspreises. Er ist „ein Gegenentwurf zur Resignation“, sagt Peter Theiler, ehemaliger Intendant der Semperoper und Präsident des Friedenspreis-Kuratoriums, „er ist 15 Jahre Mahnung“.
Auf der heutigen Pressekonferenz verrieten Jürgen Bönninger, Peter Ufer und Thomas Walther die diesjährige Preisträgerin Klementyna Suchanow, und stellten das umfangreiche Begleitprogramm sowohl am Verleihungstag als auch rundherum vor. Zu Gast waren außerdem Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden, sowie Oberst Rudolf Schlaffer, Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr.
26.06.2025 – Medienmitteilung Friedenspreis Dresden
Der Theaterleiter Peter Theiler ist ab sofort neuer Präsident des Kuratoriums Friedenspreis Dresden – International Peace Prize. Das teilt die Geschäftsführung der gemeinnützigen Initiative Friedenspreis Dresden mit.
Als neues Mitglied des Kuratoriums Friedenspreis Dresden wurde Martin Dulig kooptiert. Der Politiker möchte die Initiative für Frieden und Menschenrechte mit seiner Erfahrung und seinem Engagement unterstützen. Die Rektorin der Technischen Universität Dresden, Professorin Ursula Staudinger, bleibt wie bisher weiterhin als Vizepräsidentin des Kuratoriums tätig.
15.02.2025 – Bundesinnenminister von 1978 bis 1982 und Präsident des Kuratoriums Friedenspreis Dresden
Die Initiative Friedenspreis Dresden trauert um den Präsidenten des Kuratoriums Friedenspreis Dresden, Gerhart Baum. Der frühere Innenminister der Bundesrepublik Deutschland (unter Kanzler Helmut Schmidt) verstarb einen Tag vor der Preisverleihung 2025 in Köln im Alter von 92 Jahren. Als gebürtiger Dresdner erlebte er als Kind die Zerstörung Dresdens – und so war er in besonderer Weise seiner Geburtsstadt bis zu seinem Tod verbunden – insbesondere durch sein Engagement für den Friedenspreis Dresden. Wir sind ihm sehr dankbar für alles, was er für den Friedenspreis und darüber hinaus für seine Heimatstadt geleistet hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern, seinen Freunden und Wegebegleitern.
Ruhe in Frieden, lieber Gerhart Baum.
Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern des seit 2010 von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Friedenspreis Dresden – International Peace Prize gehören Michael Gorbatschow, Daniel Barenboim, James Nachtwey, Stanislaw Petrow, Emmanuel Jal, S. K. H. Der Herzog von Kent, Daniel Ellsberg, Domenico Lucano, Tommie Smith, Kim Phuc Phan Thi, Muzoon Almellehan, Cristina Marín Campos, Roger Cox und Daniel Libeskind. Der Friedenspreis Dresden 2024 wurde posthum an Alexej Nawalny vergeben. 2025 erhielt mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstmals eine Institution die Auszeichnung. 2026 wurde die polnische Frauen- und Menschenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow ausgezeichnet.




