
Der Friedenspreis Dresden wird seit 2010 an Persönlichkeiten vergeben, dies sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Gefördert wird der Friedenspreis Dresden von der Klaus Tschira Stiftung. Erster Preisträger war 2010 Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow. Bis 2023 wurde der Preis vom Friends of Dresden Deutschland e. V. vergeben, seit 2024 organisiert die Initiative Friedenspreis Dresden die Preisverleihung.
Was ist für dich Frieden? Die Antworten darauf sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Oft wird Frieden mit der Abwesenheit von Krieg assoziiert. Frieden ist allerdings kein gottgegebener Zustand. Er ist tägliche Aufgabe. Wie Menschen diesem Auftrag nachgehen, zeigt der Friedenspreis Dresden. Er ehrt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Unterstützt wird der Preis von der Klaus Tschira Stiftung.
Die Auszeichnung geht auf den Medizin-Nobelpreisträger Günter Blobel zurück. Auf der Flucht aus Schlesien erreichte er 1945 mit seiner Familie Dresden und wurde Augenzeuge der nur wenige Tage später ausbrechenden Katastrophe. Blobels Schwester fiel dem Krieg zum Opfer. Im Gedenken an sie spendete er das Preisgeld seines Nobelpreises für den Wiederaufbau unserer Frauenkirche sowie der Synagoge. Um die Erinnerung wach zu halten und jene Menschen ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken, die Gewalt, Hass, Entrechtung und Sprachlosigkeit etwas entgegensetzen, rief er den Friedenspreis ins Leben.
Wie unterschiedlich Engagement im Zeichen des Friedens sein kann, zeigen die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger, darunter Michail Gorbatschow, der Dirigent Daniel Barenboim, der Fotograf James Nachtwey, der Architekt Daniel Libeskind sowie posthum Alexej Nawalny. 2025 erhielt mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstmals eine Institution den Preis, 2026 wurde die polnische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow geehrt.
So verschieden die Biografien hinter den Preisträgerinnen und Preisträgern sind, so verbindend ist ihre Botschaft: Frieden braucht Menschen, die nicht wegsehen, die Verantwortung übernehmen, Verständigung suchen, Menschenrechte verteidigen oder im entscheidenden Augenblick den Mut haben, anders zu handeln.
Die Preisfigur ist Symbol und Mahnmal zugleich. Von der Dresdner Künstlerin Konstanze Feindt-Eißner geschaffen, zeigt die Bronze eine abstrahierte Nachempfindung der Skulptur „Ernst“ am Mozartbrunnen im Blüherpark. Das am 13. Februar 1945 stark beschädigte Original lebt in der Miniatur mit eben jenen Verletzungen durch den Krieg weiter.
Der Friedenspreis 2027 wird am 14. Februar in der Semperoper verliehen. Nutzen Sie die Gelegenheit, neue gute Beziehungen zu Mitmenschen zu knüpfen und gemeinsam nachzudenken: Was ist für dich Frieden?
Am 14. Februar 2027 wird der Friedenspreis Dresden erneut in der Semperoper verliehen. Freuen Sie sich auf eine feierliche Veranstaltung mit bewegenden Festreden und hochkarätigen Musikbeiträgen – an einem der bedeutendsten Kulturorte Dresdens.
Tickets sind ab sofort an der Tageskasse der Semperoper sowie online im Ticketshop erhältlich.
Am 12. April 2026 wurde in der Semperoper Dresden der Friedenspreis Dresden – International Peace Prize 2026 verliehen. Die Festveranstaltung verband künstlerische Beiträge aus Jazz, Tanz und Rap mit politischen Grußworten und Reden. Nach der Begrüßung durch Intendantin Nora Schmid und Moderator Peter Ufer würdigten unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch die Bedeutung des Preises für Frieden und Verständigung.
Den diesjährigen Preis erhielt die polnische Frauenrechtlerin Klementyna Suchanow. In seiner Laudatio hob der frühere luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ihr Engagement für Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit hervor. Suchanow wurde insbesondere für ihre Rolle bei den Protesten gegen die Einschränkung von Frauenrechten in Polen geehrt, bei denen sie Hunderttausende Menschen mobilisierte.
In ihrer Dankesrede warnte die Preisträgerin vor schleichenden autoritären Entwicklungen und betonte die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements für den Erhalt demokratischer Werte.
15.09.2026 – Tickets Friedenspreis Dresden 2027
Am 14. Februar 2027 wird der Friedenspreis Dresden erneut in der Semperoper Dresden verliehen. Die feierliche Veranstaltung am Vormittag wird von Festreden und hochkarätigen Musikbeiträgen begleitet.
Tickets sind ab sofort an der Tageskasse sowie online im Ticketshop der Semperoper Dresden erhältlich.
20.01.2026 – Pressekonferenz Friedenspreis Dresden 2026
Im Welttheater gehen Machthunger und Krisen, Ungewissheit und Fundamentalismus um. Nichts ist mehr selbstverständlich, schon gar nicht Einigkeit. Dennoch geht 2026 erneut die Botschaft des Friedens von Dresden aus: mit der Verleihung des Friedenspreises. Er ist „ein Gegenentwurf zur Resignation“, sagt Peter Theiler, ehemaliger Intendant der Semperoper und Präsident des Friedenspreis-Kuratoriums, „er ist 15 Jahre Mahnung“.
Auf der heutigen Pressekonferenz verrieten Jürgen Bönninger, Peter Ufer und Thomas Walther die diesjährige Preisträgerin Klementyna Suchanow, und stellten das umfangreiche Begleitprogramm sowohl am Verleihungstag als auch rundherum vor. Zu Gast waren außerdem Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden, sowie Oberst Rudolf Schlaffer, Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr.
26.06.2025 – Medienmitteilung Friedenspreis Dresden
Der Theaterleiter Peter Theiler ist ab sofort neuer Präsident des Kuratoriums Friedenspreis Dresden – International Peace Prize. Das teilt die Geschäftsführung der gemeinnützigen Initiative Friedenspreis Dresden mit.
Als neues Mitglied des Kuratoriums Friedenspreis Dresden wurde Martin Dulig kooptiert. Der Politiker möchte die Initiative für Frieden und Menschenrechte mit seiner Erfahrung und seinem Engagement unterstützen. Die Rektorin der Technischen Universität Dresden, Professorin Ursula Staudinger, bleibt wie bisher weiterhin als Vizepräsidentin des Kuratoriums tätig.
15.02.2025 – Bundesinnenminister von 1978 bis 1982 und Präsident des Kuratoriums Friedenspreis Dresden
Die Initiative Friedenspreis Dresden trauert um den Präsidenten des Kuratoriums Friedenspreis Dresden, Gerhart Baum. Der frühere Innenminister der Bundesrepublik Deutschland (unter Kanzler Helmut Schmidt) verstarb einen Tag vor der Preisverleihung 2025 in Köln im Alter von 92 Jahren. Als gebürtiger Dresdner erlebte er als Kind die Zerstörung Dresdens – und so war er in besonderer Weise seiner Geburtsstadt bis zu seinem Tod verbunden – insbesondere durch sein Engagement für den Friedenspreis Dresden. Wir sind ihm sehr dankbar für alles, was er für den Friedenspreis und darüber hinaus für seine Heimatstadt geleistet hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern, seinen Freunden und Wegebegleitern.
Ruhe in Frieden, lieber Gerhart Baum.
Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern des seit 2010 von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Friedenspreis Dresden – International Peace Prize gehören Michael Gorbatschow, Daniel Barenboim, James Nachtwey, Stanislaw Petrow, Emmanuel Jal, S. K. H. Der Herzog von Kent, Daniel Ellsberg, Domenico Lucano, Tommie Smith, Kim Phuc Phan Thi, Muzoon Almellehan, Cristina Marín Campos, Roger Cox und Daniel Libeskind. Der Friedenspreis Dresden 2024 wurde posthum an Alexej Nawalny vergeben. 2025 erhielt mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstmals eine Institution die Auszeichnung. 2026 wurde die polnische Frauen- und Menschenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow ausgezeichnet.


