Friedenspreis Dresden
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Friedenspreis posthum an Alexey Nawalny verliehen

Am 12. Mai 2024 wurde der Friedenspreis Dresden 2024 im ausverkauften Schauspielhaus posthum an Alexey Nawalny verliehen. Den Preis nahm seine Witwe Julija Nawalnaja unter Standing Ovations des Publikums entgegen. Die Laudatio hielt Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, Grußworte sprachen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Gerhart Baum, Bundesminister a.D. und Mitglied der Initiative Friedenspreis Dresden hielt eine Ansprache. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem vielfältigen kulturellem Programm.

Pressekonferenz im Schauspielhaus

Am 8. April 2024 fand im Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden die Pressekonferenz zur diesjährigen Friedenspreis-Verleihung statt. Peter Ufer, Sprecher des Friedenspreis Dresden, stellte sich gemeinsam mit Jürgen Bönninger, Gerhard Baum, Elisabeth Naendorf (ÖIZ) und dem Intendanten des Staatsschauspiels Dresden, Joachim Klement, den Fragen der anwesenden Pressevertreterinnen und Pressevertretern.

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Preisträger 2024: Friedenspreis Dresden
geht posthum an Alexej Nawalny

Die Initiative Friedenspreis Dresden ehrt den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny posthum mit dem Friedenspreis Dresden 2024. Zu der Initiative gehört eine Gruppe Dresdner Bürgerinnen und Bürger, Träger ist der ÖIZ – Ökumenisches Informationszentrum e. V. in Partnerschaft mit der Klaus Tschira Stiftung, der Stifterin des Friedenspreis Dresden. Im Rahmen der Verleihungsgala im Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden am 12. Mai 2024 nimmt Julija Nawalnaja, Witwe von Alexej Nawalny, den Preis entgegen.

Ein musikalisches Memorial für Nawalny des Komponisten Sergej Newski wird von AuditivVocal Dresden unter der künstlerischen Leitung von Olaf Katzer uraufgeführt. Eröffnet wird die Preisverleihung von YOUKALI, es spielt zudem die junge Pianistin Adele Marie Schäfer. Mitglieder des Schauspielensembles Dresden lesen Texte von Nawalny, begleitet vom Cellisten Emil Rovner, Professor an der Hochschule für Musik Dresden. Es werden Filmausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Nawalny“ gezeigt.

Neben zahlreichen Ehrengästen werden als Redner:innen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) erwartet. Die Laudatio auf Alexey Nawalny hält Bundespräsident a.D. Joachim Gauck. Außerdem spricht der Bundesminister a. D. Gerhart Baum (FDP). Die Dankesrede hält Julija Nawalnaja.

 

Tickets Friedenspreis Dresden 2024 im Schauspielhaus

12.05.2024, 11 Uhr

Karten für die Veranstaltung sind zum Preis

für 10 Euro erhältlich:

Kartenkauf und Reservierungen

Telefonischer Kartenverkauf: 0351 49 13 555

E-Mail: tickets@staatsschauspiel-dresden.de

 

Tickets Dokumentarfilm und Podiumsdiskussion im Programmkino Ost

11.05.2024, 19.30 Uhr

Am Vorabend der Preisverleihung zeigt das Programmkino Ost den preisgekrönten Dokumentarfilm „Nawalny“ aus dem Jahr 2022 unter der Regie von Daniel Roher. Im Anschluss an die Vorführung gibt es eine Diskussion zum Film, dem Leben des Kremlkritikers und seinen politischen Auffassungen. Moderiert wird die Veranstaltung von Bundesminister a. D. Gerhart Baum, begleitet wird er auf dem Podium von der Journalistin und Autorin Alice Bota und dem Anwalt der Familie Nawalny, Nikolaos Gazeas. Tickets erhalten Sie an der Kinokasse des Programmkino Ost oder über die Website www.programmkino-ost.de

 

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Friedenpreis kurz und knapp

Für eine friedlichere und bessere Welt

 

Seit 2010 wird der Friedenspreis Dresden jährlich unter großer öffentlicher Wahrnehmung und Teilnahme an Persönlichkeiten vergeben, die mit ihrem Wirken dazu beigetragen haben, dass unsere Welt friedlicher und besser wird. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Michael Gorbatschow, Daniel Barenboim, James Nachtwey, Stanislaw Petrow, Emmanuel Jal, S. K. H. Der Herzog von Kent, Daniel Ellsberg, Domenico Lucano, Tommie Smith, Kim Phuc Phan Thi, Muzoon Almellehan, Cristina Marín Campos, Roger Cox und Daniel Libeskind.

Der Friedenspreis Dresden 2024 wird posthum an Alexej Nawalny vergeben und von seiner Witwe Julija Nawalnaja entgegengenommen. Die Veranstaltung findet dieses Jahr erstmalig im Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden statt.

»Dieser Preis ist eine wunderbare Idee. Ich bin gerührt über so viel Symbolkraft. Dresden lehrt durch sein Schicksal zum einen, dass wir immer der Opfer gedenken müssen. Zum anderen aber lehrt es, dass die Zerstörung Folge verantwortungsloser Politik war. Das Symbol des Preises ist, dass wir solch einer Politik stets etwas entgegensetzen müssen.«

Das sagte 2010 der erste Preisträger des Friedenspreises Dresden Michail Gorbatschow.

Wer erhielt bereits den Friedenspreis Dresden?

Wer erhielt bereits den Friedenspreis Dresden?

2023 Daniel Libeskind, polnisch-amerikanischer Architekt

2022 Roger Cox, niederländischer Klimaanwalt

2021 Dr. Cristina Marín Campos, spanische Ärztin

2020 Muzoon Almellehan, syrische Bildungsaktivistin

2019 Kim Phuc Phan Thi, das „Napalm-Girl“

2018 Dr. Tommie Smith, Boxlegende und Menschenrechtler

2017 Domenico Lucano, Bürgermeister des Flüchtlingsdorfes Riace

2016 Daniel Ellsberg, Urvater der Whistleblower

2015 SKH Herzog von Kent

2014 Emmanuel Jal, ehemaliger Kindersoldat und Musiker

2013 Stanislaw Petrow, Der Mann, der die Welt rettete

2012 James Nachtwey, Kriegsfotograf

2011 Daniel Barenboim, Dirigent und Pianist

2010 Michail Gorbatschow, Nobelpreisträger

Preisdotierung

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Der Friedenspreis Dresden ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Ausgelobt wird er von der Initiative Friedenspreis Dresden in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Informationszentrum sowie der Klaus Tschira Stiftung. Die Preisverleihung findet in Kooperation mit den Sächsischen Staatstheatern im Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden statt.

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Preis-Skulptur

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Die Preis-Skulptur schuf die Dresdner Künstlerin Konstanze Feindt-Eißner. Die Bronze ist eine leicht abstrahierte, freie Nachempfindung der Figur »Ernst« des Mozartbrunnens im Blüherpark Dresden, geschaffen 1907 von dem Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus. Am 13. Februar 1945 wurde die Originalfigur stark beschädigt und steht jetzt im Lapidarium Dresden. Genau diese Kriegsschäden sollten auch an der Preisfigur zu sehen sein.

Für den 2024 neu vergebenen Preis wurde die zugrunde liegende Figur in Gips und auch in Wachs von der Künstlerin überarbeitet. Die Figur zeigt Verletzungen vom Angriffskrieg wie die versehrte Hand, um die Symbolkraft zu verdeutlichen. Feindt-Eißner: „So stellt die Figur aus meiner Sicht eine Symbiose aus Verletzlichkeit, Friedenssehnsucht und Symbol für Wehr- und Wahrhaftigkeit dar.“