Friedenspreis Dresden
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Pressemitteilung 20.01.2026 – Friedenspreis Dresden 2026

Friedenspreis Dresden – International Peace Prize 2026 geht an Klementyna Suchanow

Die Initiative Friedenspreis Dresden würdigt 2026 das Engagement der polnischen Schriftstellerin, Journalistin, Feministin und Frauenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält Jean Asselborn, der sich nach seiner langjährigen Amtszeit (2004 – 2023) als luxemburgischer Außenminister weiterhin leidenschaftlich für die Werte der Europäischen Gemeinschaft einsetzt. Der von der Klaus-Tschira-Stiftung unterstützte Friedenspreis Dresden wird am Sonntag, 12. April 2026 in Gegenwart des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer, der ebenfalls ein Grußwort halten wird, in der Semperoper übergeben. Musikalisch umrahmt wird die festliche Preisverleihung vom aufstrebenden polnischen Jazzpianisten Dominik Wania. Der Rapper Juse Ju wird Wolf Biermanns Hymne »Ermutigung« neu interpretieren und die Dresdner Choreografin und Tänzerin Katja Erfurth eine eigene Kreation aufführen, die der Preisträgerin gewidmet ist.

 

Preisträgerin
Klementyna Suchanow

Geboren wurde Klementyna Suchanow 1974 in Kamienna Góra, studierte Polnisch und Spanisch an der Universität Wroclaw und promovierte 2003 in Literaturwissenschaft. Seit ihrer Studienzeit engagiert sie sich für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Frieden und verbindet ihre osteuropäische Perspektive auf das Wiedererstarken autoritärer Strukturen mit dem Thema Frauenrechte aus geopolitischer Sicht. Sie ist Mitbegründerin der Bewegung »Ogolnopolski Strajk Kobjet« (»Allpolnischer Frauenstreik «) und hat seit 2016 Zehntausende gegen die nationalkonservative PiS-Regierung unter Jaroslaw Kaczynski auf die Straße gebracht: für Meinungsfreiheit, gegen den Abbau des Rechtsstaats und das faktische Abtreibungsverbot. In der Folge wurde sie festgenommen und in Haft misshandelt. 2017 setzte sie die Website OKO.press für investigativen Journalismus auf die Liste der »17 Frauen, die PiS (die polnische Regierungspartei) rockten«. 2023 erschien ihr Buch »Das ist Krieg – Die geheimen Strategien radikaler Fundamentalisten zur weltweiten Abschaffung der Menschenrechte«. Es befasst sich mit radikalen Fundamentalisten und deren Auswirkungen auf die Rechte von Frauen sowie Minderheiten und gab Anstoß zu einer weltweiten Debatte. Mit Blick auf dieses sich international ausbreitende Phänomen sagt Suchanow: »Das ist Krieg gegen Frauen!« In ihren Schriften befasst sie sich mit den Kreisen, die eine drastisch rückwärtsgewandte Gesellschaftsordnung durchsetzen wollen. Klementyna Suchanow sieht Kräfte eines »neuen Mittelalters« heraufziehen, in dem religiöser Fanatismus dazu führt, dass Scheidung, Sexualerziehung, Empfängnisverhütung, Abtreibung, künstliche Befruchtung verboten werden und LGBTQ+-Menschen diskriminiert und verfolgt werden. Suchanow hat eine Tochter und lebt in Warschau.

Als Klementyna Suchanow informiert wurde. dass sie den Friedenspreis Dresden erhält, reagierte sie per Mail mit den Worten: »Thank you very much for this distinction, it is a great honor – this is the first time something like this has happened to me. I am extremely overwhelmed by your award, I never expected such an honor in my life. Of course, I will gladly accept the award and reserve April 11 and 12 for a visit to Dresden.« Übersetzung: »Vielen Dank für diese Auszeichnung, es ist mir eine große Ehre – so etwas ist mir noch nie passiert. Ich bin überwältigt von Ihrer Auszeichnung, eine solche Ehre hätte ich mir nie erträumt. Selbstverständlich nehme ich die Auszeichnung sehr gerne an und reserviere mir den 11. und 12. April für einen Besuch in Dresden.«

 

Der Laudator

Jean Asselborn war fast zwei Jahrzehnte lang luxemburgischer Außenminister. Als überzeugter und engagierter Europäer setzt er sich für die Werte der Europäischen Gemeinschaft ein, für Frieden, Freiheit und Demokratie.

Jean Asselborn, Jahrgang 1949, engagierte sich bereits in jungen Jahren in der luxemburgischen Gewerkschaftsbewegung. Nach seinem Schulabschluss 1976 am Atheneum Luxembourg wurde er Verwaltungsleiter des interkommunalen Krankenhauses in Steinfort. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Nancy II und schloss sein Studium 1981 mit dem Fachanwalt für Privatrecht ab. Von 1982 bis 2004 war Asselborn Bürgermeister seiner Heimatstadt Steinfort. Als Mitglied der Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei (LSAP) zog er 1984 erstmals in die Luxemburger Abgeordnetenkammer ein. 1989 wurde er Fraktionsvorsitzender seiner Partei und bekleidete dieses Amt von 1997 bis 2004. Von 1999 bis 2004 war Jean Asselborn Vizepräsident der Abgeordnetenkammer. Gleichzeitig war er von 2000 bis 2004 Mitglied des Ausschusses der Regionen und Vizepräsident der Partei der Europäischen Sozialisten. Nach den Wahlen 2004 wurde Jean Asselborn stellvertretender Premierminister sowie Außenminister und behielt diese Ämter auch nach den Wahlen 2009. 2013 wurde er Außenminister sowie Minister für Europaangelegenheiten sowie Minister für Einwanderung und Asyl. Er blieb bis zum Regierungswechsel seiner Partei nach den Parlamentswahlen 2023 in diesen Funktionen.

Jean Asselborns Engagement wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. 2010 erhielt er das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine herausragenden Bemühungen um die deutsch-luxemburgischen Beziehungen und die enge europäische Politikkooperation zwischen Deutschland und Luxemburg. Im Jahr 2013 wurde Jean Asselborn zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion ernannt. 2016 erhielt er den Großen Medienpreis des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) .

»Danke sehr für Ihr Vertrauen. Die Laudatio auf Klementyna Suchanow halten zu dürfen, ist eine große Ehre für mich.« Jean Asselborn

 

Das Programm

Es spielt der polnische Pianist Dominik Wania.

Dominik Wania wurde am 24. November 1981 in Sanok, Polen, geboren und begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel. Er schloss sein Studium des klassischen Klavierspiels an der Musikakademie Krakau, Polen 2005 mit Auszeichnung ab. Zwischen 2006 und 2008 studierte er mit einem Stipendium am New England Conservatory in Boston im Masterstudiengang als Jazzmusiker bei Danilo Pérez, Jerry Bergonzi, George Garzone, Ran Blake, Allan Chase und Frank Carlberg. Er promovierte über den Einfluss von Maurice Ravels Harmoniesystem auf das zeitgenössische Jazz-Piano. Dominik Wania begann, sich auf dem Musikmarkt zu etablieren, indem er an der Seite von Tomasz Stańko spielte. Unmittelbar nach seinem Abschluss am New England Conservatory of Music in Boston erhielt er eine Einladung des legendären Jazzmusikers. Während seiner vierjährigen Zusammenarbeit mit dem Trompeter in seiner Band lernte Wania seinen nächsten musikalischen Partner kennen – den Saxofonisten Maciej Obara, mit dem er das Maciej Obara International Quartet gründete. Diese Formation ermöglichte es dem Pianisten, sein Talent zu entwickeln und seine internationale Karriere zu beginnen. Zusammen mit dem Quartett hat er die besten Jazzhallen sowie Festivals der Welt besucht und sechs Alben aufgenommen, von denen die letzten beiden auch im Katalog von ECM Records enthalten sind. Wania arbeitet auf vielfältige Weise, denn neben Auftritten und Aufnahmen in zahlreichen Jazzkonstellationen widmet er sich auch der Lehrtätigkeit an den Akademien in Krakau und Kattowitz sowie der Aufnahme von Filmmusik in Zusammenarbeit mit Zbigniew Preisner.

Dominik Wania hat mit vielen prominenten Musikern zusammengearbeitet: Tomasz Stańko, Marcus Miller, Dave Liebman, Lee Konitz, Anders Jormin, Gary Thomas, George Garzone, Eddie Henderson, Marilyn Mazur, Joey Baron, Nguyen Le, Don Byron, Jacek Kochan, Zbigniew Namysłowski, Janusz Muniak, Bronisław Suchanek, Zbigniew Wegehaupt, Piotr Baron, Piotr Wojtasik, Maciej Sikała, um nur einige zu nennen. Gegenwärtig ist er an bedeutenden Projekten beteiligt, darunter das Maciej Obara International Quartet und das Noise Trio. Dominik Wania schloss sich 2020 der Elitegruppe von Künstlern an, die für ECM Records aufnahmen, und sein »Lonely Shadows« ist das erste Soloalbum eines polnischen Musikers überhaupt, das von diesem weltweit am höchsten angesehenen Jazzlabel veröffentlicht worden ist.

Es tanzt die Dresdner Künstlerin Katja Erfurth.

Die 1971 in Dresden geborene Künstlerin erhielt an der renommierten Palucca Schule Dresden eine neunjährige Tanzausbildung, vorrangig in den Fächern Klassischer Tanz, Moderner Tanz und Neuer Künstlerischer Tanz bei Gret Palucca. 1990 folgte ein Engagement im Ballettensemble der Sächsischen Staatsoper Dresden, welches sie 1997 beendete, um freiberuflich tätig zu sein.

Sie tanzte u. a. in Choreografien von John Neumeier, Stephan Thoß, Arila Siegert und Thomas Hartmann. Seit 1995 verfolgt sie die tänzerischchoreografische Arbeit vor allem in der solistischen Tanzdarstellung. Bisher schuf sie mehr als 40 abendfüllende Produktionen, u. a. »S.IEBEN« – nach Salome von Oscar Wilde mit Tom Götze (Kontrabass), sowie »einSAME« und »achtSAME« mit Florian Mayer (Violine).

Daneben choreografiert sie für zahlreiche Musik- und Sprechtheaterinszenierungen, u. a. am Theater Junge Generation Dresden, am Staatsschauspiel Dresden, in verschiedenen Opernproduktionen der Hochschule für Musik Dresden und am Theater Plauen-Zwickau. An der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und der Hochschule für Bildende Künste Dresden ist sie Dozentin in den Bereichen Bewegung, Tanz und Improvisation.

Zum Festival TANZherbst 2005 erhielt sie den Publikumspreis für ihr Solo »ver_wege(n)«.

2013 feierte Katja Erfurth erstes Tanztheaterstück für kleine und große Zuschauer »Käthy im Wunderland« – frei nach Lewis Carrolls Alice- Geschichten – mit dem Percussionisten Sascha Mock, Premiere, das seit dem über 70 Vorstellungen, u. a. zum Festival AVIGNON OFF erlebte. Als Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen recherchierte sie 2013 zu Tänzen von Mary Wigman und Dore Hoyer, auf deren Grundlage ihr Solotanzabend »Tänze in SCHWARZWEISS – Gewidmet der Ausdruckstänzerin Dore Hoyer (1911–1967)« entstand. Mit dieser Produktion wurde sie für den Sächsischen Tanzpreis 2015 nominiert. Sie ist Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und Vizepräsidentin des Sächsischen Kultursenats. Weiter wählte sie die Akademie der Künste Berlin 2024 zu ihrem Mitglied. Außerdem ist Katja Erfurth in verschiedenen Kultur- und Stiftungsbeiräten sowie Jurys tätig. Als Vorstandsvorsitzende des Vereins »Villa Wigman für Tanz« engagierte sie sich in den letzten Jahren außerordentlich für den Erhalt der ehemaligen Wigman-Schule, Bautzner Str. 107 in Dresden. Seit Sommer 2019 besteht ein Erbbaurechtsvertrag mit der Landeshauptstadt Dresden, um den tanzhistorisch wertvollen Ort als Produktionshaus für Tanz sowie weitere Darstellende Künste zu nutzen und schrittweise zu sanieren. Gemeinsam mit Julia Amme und Josefine Wosahlo bildet sie das Leitungsteam der VILLA WIGMAN.

2020 erhielt Katja Erfurth den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden.

Es rappt Juse Ju.

Im Februar des vergangenen Jahres trat zur Verleihung des Friedenspreises Dresden der Liedermacher Wolf Biermann in der Semperoper Dresden auf. Juse Ju schuf in demselben Jahr einen außergewöhnlichen Rapsong zu Ehren Biermanns: Das Ende des Zynismus. Er nimmt Bezug auf den Biermann-Song Ermutigung (»Du, lass dich nicht verhärten«). Er setzt somit in neuer, aktueller Form fort, was der Altmeister formulierte.

Gemeinsam mit Fatoni und Edgar Wasser ging Juse Ju kürzlich auf Tour. Drei fulminante Live-Performer und Entertainer, die auf ihren jeweiligen Solo-Touren zur Genüge bewiesen haben, dass sie auch jeder für sich einen Saal dirigieren können. Und zwar ohne Playback und Backups. Was da auf das Publik zukam, blitzte erst kürzlich vor 4.000 Fans im ausverkauften Tempodrom in Berlin auf. Dort löste die Live-Rap-Phalanx tumultartige Moshpits aus.

Juse Ju, eigentlich Justus Hütter, erblickt 1982 in Kirchheim unter Teck das Licht der Welt. Seine ersten Lebensjahre verbringt er in seinem Heimatort und zieht dann im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Japan, wo er eingeschult wird und einige Jahre die Schule besucht, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

Er sagt von sich selbst, dass ihn diese Jahre besonders geprägt haben. So sehr, dass es ihn später wieder dorthin zurückverschlägt. Auch in den Vereinigten Staaten verbringt er ein Jahr. Aufgrund einer beruflichen Versetzung seines Vaters geht er 1999 im Alter von 17 Jahren nach El Paso, Texas, und dort zur High School.

Nach seinem Studium, einer Kombination aus Theaterwissenschaft, Japanologie und Soziologie, arbeitet er einige Jahre als Drehbuchautor für einen Privatsender.

Dank der Plattensammlung seines großen Bruders fand er zur Rap-Musik. Als Teenager trat er in Freestyle-Battles der Stuttgarter Szene auf. In den 2010er Jahren richtete sich Juse Ju im Umfeld von Fatoni und der Antilopen Gang nach links-alternativen Ansätzen im Deutsch-Rap aus, welche einen Bogen um misogyn-homophobe und materialistische Mainstream- Produktionen machen. Aufgefallen ist Juse Ju dem breiten Publikum durch seine Songs wie »Propaganda« (mit Danger Dan), »Pain Is Love«, »Eine kleine Frage«, »Mittelschicht Männers«, »How Dare You« oder »Der Gargoyle« (mit Milli Dance), die allesamt in der Heavy Rotation landeten. Bislang hat Juse Ju sechs Alben veröffentlicht und mischt sich regelmäßig mit seinen Songs in politische Diskussionen ein. Er steht für Menschenrechte, Freiheit und Frieden ein.

 

Der Preis

Der Friedenspreis Dresden geht auf private Initiativen zurück. Unterstützt wird der mit 10.000 Euro dotierte Dresden-Preis von der Klaus Tschira Stiftung. Initiiert hat ihn 2010 der deutsch-amerikanische Wissenschaftler Günter Blobel. Der Medizin-Nobelpreisträger war im Februar 1945 als Kind durch das unzerstörte Dresden gekommen, seine aus Schlesien stammende Familie auf der Flucht vor der Roten Armee. Wenige Tage später erlebte Blobel den Feuersturm ein paar Kilometer von Dresden entfernt.

Mit der Idee eines internationalen Friedenspreises wollte Blobel auch seiner im Krieg getöteten Schwester ein Andenken setzen. Aber vor allem wollte er mit der Initiative Friedenspreis Dresden diejenigen würdigen, die sich um den Frieden verdient gemacht haben. Günter Blobel, der 2018 verstarb, hatte dem Stifter und Mitgründer des Software-Unternehmens SAP, Klaus Tschira (1940 – 2015), die Mitwirkung am Preis vorgeschlagen. Seit dem unterstützt die Stiftung aus Heidelberg den Preis.

Seit 2010 trägt die Stiftung aus Heidelberg neben anderen zur Förderung des Preises bei.

Die Klaus Tschira Stiftung, die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik fördert, setzt mit dem Friedenspreis Dresden ein starkes Zeichen: Wissenschaft kann nur in einer friedlichen Welt ihr volles Potenzial entfalten und zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen. Frieden ist nicht nur eine Voraussetzung für wissenschaftlichen Fortschritt, sondern Wissenschaft selbst kann – als Brücke zwischen Kulturen und Nationen – ein Motor für den Frieden sein.

 

Bisherige Preisträger

2025 Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

2024 Alexej Nawalny (posthum), Jurist, russischer Oppositionspolitiker

2023 Daniel Libeskind, polnisch-amerikanischer Architekt

2022 Roger Cox, niederländischer Klimaanwalt

2021 Dr. Cristina Marín Campos, spanische Ärztin

2020 Muzoon Almellehan, syrische Bildungsaktivistin

2019 Kim Phuc Phan Thi, das »Napalm-Girl«

2018 Dr. Tommie Smith, Boxlegende und Menschenrechtler

2017 Domenico Lucano, Bürgermeister des Flüchtlingsdorfes Riace

2016 Daniel Ellsberg, Urvater der Whistleblower

2015 SKH Herzog von Kent

2014 Emmanuel Jal, ehemaliger Kindersoldat und Musiker

2013 Stanislaw Petrow, Der Mann, der die Welt rettete

2012 James Nachtwey, Kriegsfotograf

2011 Daniel Barenboim, Dirigent und Pianist

2010 Michael Gorbatschow, Nobelpreisträger

 

Preis-Skulptur

Die Preis-Skulptur schuf die Dresdner Künstlerin Konstanze Feindt-Eißner.

Die Bronze ist eine leicht abstrahierte, freie Nachempfindung der Figur »Ernst« des Mozartbrunnens im Blüherpark Dresden, geschaffen 1907 von dem Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus.

Am 13. Februar 1945 wurde die Originalfigur stark beschädigt und steht jetzt im Lapidarium Dresden. Genau diese Kriegsschäden sollten auch an der Preisfigur zu sehen sein. Für den 2024 neu vergebenen Preis wurde die zugrunde liegende Figur in Gips und auch in Wachs von der Künstlerin überarbeitet. Die Skulptur zeigt Verletzungen von der Bombardierung Dresdens, wie die versehrte Hand, um die Symbolkraft zu verdeutlichen.

Feindt-Eißner: »So stellt die Figur aus meiner Sicht eine Symbiose aus Verletzlichkeit, Friedenssehnsucht und Symbol für Wehr- und Wahrhaftigkeit dar.«

 

Podiumsdiskussion

Am 13. April 2026, 18 Uhr findet im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden eine öffentliche Abendveranstaltung mit der diesjährigen Trägerin des Dresdner Friedenspreises Klementyna Suchanow statt.

Nach einem Impulsvortrag diskutiert die polnische Buchautorin und Aktivistin mit der deutschen Journalistin Julia Ruhs über den Einfluss reaktionär orientierter Religion und Politik auf die errungenen Frauenrechte und über die Bedeutung des modernen Feminismus. Anschließend stellt sie sich den Fragen des Publikums.

Moderiert wird die Veranstaltung von Cornelius Pollmer.

Klementyna Suchanows Vortrag und ihre Gesprächsanteile während der Podiumsdiskussion finden in polnischer Sprache statt und werden synchron übersetzt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

 

Sonderveranstaltung zum ersten Todestag von Gerhart Baum »BESINNT EUCH«

Sonntag, 15. Februar 2026, 11.00 bis 12.30 Uhr

Eine Veranstaltung der Initiative Friedenspreis Dresden in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden, Eintritt frei
Ort: im Festsaal des Landhauses Dresden, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden

Anlässlich des ersten Todestages von Gerhart Baum, Ehrenpräsident des Kuratoriums Friedenspreis Dresden, veranstaltet die Initiative Friedenspreis Dresden eine Lesung aus dem Vermächtnis »Besinnt euch!« eines großen Liberalen.

Es liest: Renate Liesmann-Baum
Moderation: Andreas Berger
Musik: AuditivVokal, Leitung Olaf Katzer
Sergej Newski: Madrigal
Friedrich Goldmann: Duett in schwierigen Zeiten
Georg Katzer: Humoristisches Terzett »O verzweifelter hyperkapitalistischer Mensch«

 

Tickets: Vorverkauf ab sofort!

Karten für die Veranstaltung sind zum Preis von 10 Euro erhältlich:

Kartenkauf und Reservierungen:
Telefon +49 (0)351 4911 705 / 706 – Besucherservice
Telefon +49 (0)351 4911 718 – Gruppenservice
E-Mail: bestellung@semperoper.de
Internet: www.semperoper.de/spielplan.html

 

Verleihung Friedenspreis Dresden

12. April 2026, 11 Uhr,

Semperoper Dresden
Theaterplatz 2

01067 Dresden

Friedenspreis Dresden - International Peace Prize gUG

Tauscherstraße 44 | 01277 Dresden

Prof. Dr.-Ing. e. h. Jürgen Bönninger
Dr. Peter Ufer (Telefon: + 49 (0) 171 4291486)
Thomas Walther kontakt@friedenspreis-dresden.de
www.friedenspreis-dresden.de

 

Kuratorium Friedenspreis Dresden – International Peace Prize

Peter Theiler|Präsident, Prof. Dr. Staudinger|Vizepräsidentin, Superintendent Christian Behr, Martin Dulig, Prof. Dr. Martin Jehne, Olaf Kische, Prof. Dr. Claus Kreß, Dr. Christina Ludwig, Frauke Roth, Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer, Carena Schlewitt, Prof. Dr. Hans Vorländer

Friedenspreisträgerin 2026: Klementyna Suchanow | Foto: Andrzej Swietlik

Friedenspreisträgerin 2026: Klementyna Suchanow | Foto: Andrzej Swietlik